Safer Sex bleibt weiterhin die wichtigste Maßnahme, um sich vor HIV zu schützen und das Übertragungsrisiko auch für andere sexuell übertragbare Errger zu reduzieren.
Darauf weisen die Bundeszen- trale für gesundheitliche Auf- klärung (BZgA), das Robert Koch-Institut (RKI) sowie die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) in einer gemeinsamen Erklärung vom 26.2.2008 hin.
Anlass für diese Stellungnahme war eine Veröffentlichung der Schweizer Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (
EKAF) in Bern.
Die EKAF hatte im Januar 2008 Ergebnisse einer Studienanalyse zur Infektiosität HIV-infizierter Menschen, die unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie stehen, veröffentlicht. Die EKAF kam zu dem Ergebnis, dass unter sehr eingeschränkten, vom Arzt kontrollierten Bedingungen HIV-Infizierte das HI-Virus über Sexualkontakte nicht weitergeben.
Die Veröffentlichung der EKAF wird in der Fachöffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert. So wird insbesondere befürchtet, dass die Veröffentlichung fälschlich als Entwarnung verstanden wird. Auch beziehen sich die der Schweizer Empfehlung zugrunde gelegten Studien auf die heterosexuelle Übertragung. In Deutschland sind die meisten HIV-infizierten Personen jedoch Männer, die Sex mit Männern haben. Für die Übertragungswege bei homosexuellen Sexualkontakten gibt es keine vergleichbaren Daten.
Es bleibt also dabei: Die allgemeine Gefährdungslage ist grundsätzlich unverändert und ebenso die Notwendigkeit, sich bei sexuellen Risiken mit Kondomen gegen HIV zu schützen.
Quelle: “Die bewährten Präventionsbotschaften zum Schutz vor HIV/Aids gelten nach wie vor” gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Robert-Koch- Instituts und der Deutschen Aids-Hilfe vom 26. Februar 2008
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Zusammenfassung EKAF Information sexuelle Nichtinfektiosität (Januar 2008)
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Schweizerische Ärztezeitung