Im Juni 2006 stellte Rainer Hörmann bei Lesereise durch das hin und wech-Gebiet seine provokanten Thesen zum Zustand der schwulen Welt vor.
In den Räumen der
Braunschweiger AIDS-Hilfe las er aus seinem Buch „Samstag ist ein guter Tag zum Schwulsein“. Es war weniger eine Buchvorstellung, als vielmehr eine offene Diskussionsrunde.
Schnell stand seine These, das Motto „Entdecke die Möglichkeiten“ eines großen Möbel-Hauses entspreche dem schwulen Lebensgefühl, im Mittelpunkt: „Gleich dem Möbelhaus ist auch die schwule Welt zu einem Supermarkt geworden, ein Supermarkt der Identitäten, Rollen, Kneipen, Klamotten, Sexualpraktiken, Lebensstile, Sportvereine, Ledertreffen, Bikerclubs und Kirchengruppen, Urlaubsziele und Markenunterhosen. Ein Abhollager, aus dem man sich zusammen- suchen darf, was einem gerade gefällt. Halbwegs erschwinglich sollte es sein, ein wenig trendy und – ganz wichtig – total normal.“