In der Zwischenzeit war René Schlüsche schon öfter in der 'Außenstelle' Bergstraße präsent. Und wie es aussieht, hat die Berichterstattung der lokalen Presse dazu beigetragen, hin und wech in Gifhorn bekannt zu machen, so dass er auch schon erste Gespräche geführt hat. Das bestätigt seine Annahme, dass Gifhorns Schwule das Angebot annehmen.
Sein Ziel ist es auch, Strukturen, die es schon einmal gab, wie beispielsweise einen schwulen Stammtisch, wieder aufzubauen, oder zu beleben. Kontakte über das Internet sind meist anonym, so dass der persönliche Austausch besonders wichtig ist.
Gleichzeitig plant René Schlüsche eine enge Zusammenarbeit mit dem gesundheitsamt, etwa wenn es um die AIDS-Prävention geht.
Seit Anfang Juni gibt es hin und wech einmal in der Woche in Gifhorn: René Schlüsche, eigentlich Euer Ansprechpartner in Braunschweig konnte nun einen Büroraum in der Bergstraße 35 beziehen und ist ab sofort montags von 13-17 Uhr für Euch da.
Möglich machten dies die schnelle und unbürokratische Hilfe der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Gifhorn, Christine Gehr- mann, Landrätin Marion Lau und Ulf Neumann, Leiter des Fachbe- reiches Jugend und Soziales beim Landkreis. René Schlüsche konnte unerwartet schnell den Raum beziehen.
„Als ehemaliger Gifhorner weiß ich, wie schwer es für mich war, sich in seiner Stadt als Homosexueller zu bekennen und festzustellen, dass es in der Nähe keine Anlaufstelle oder gab oder eine Gruppe, die hätte behilflich sein können." Heute wohnt er in Braunschweig, weiß aber, dass sich an dieser Situation in Gifhorn seit dem Jahr 2000 nichts Wesentliches etwas geändert hat.
Jetzt ist also Gelegenheit dazu! Wenn Du also Fragen hast zum Coming-Out, Partnerschaft, Liebe, Sex und Gesundheit, dann schau vorbei! René Schlüsche möchte auch bereits existierende Gruppen und Vereine vernetzen, damit auch in Gifhorn hin und wech das schwule Leben zu stärken. Anregungen sind immer willkommen.
Die Allerzeitung berichtete am 26. Mai 2007 über die neue Anlaufstelle für Schwule in Gifhorn.