Der 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. In der ganzen Welt, in Deutschland, in Niedersachsen wird an diesem Tag auf die Bedeutung von AIDS als Krankheit aufmerksam gemacht, der Opfer gedacht und für die Arbeit der AIDS-Hilfen gesammelt.
Denn es gibt viel zu tun: Auch in diesem Jahr liegt die Zahl der Neuinfektionen mit HIV bei 3000. Geschätzte 72% der Infektionen gehen auf sexuelle Kontakte von Männern mit Männern zurück – bei der Zahl der Neuinfektionen ist der Anteil der Männer mit etwa 2.650 besonders hoch.
Nicht jede HIV-Infektion bedeutet auch den Ausbruch der Krankheit AIDS: Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie kann AIDS verhindert werden. Dennoch liegt leider die Zahl der neuen AIDS-Erkrankungen auch in diesem Jahr wieder bei 1.100 und damit unnötig hoch.
Nach den aktuellen Schätzungen beträgt die Zahl der Menschen, die Ende 2009 in Deutschland mit HIV/AIDS leben, etwa 67.000.
Und AIDS ist immer noch tödlich: Die Zahl der Todesfälle sinkt etwas von 650 auf 550.
Welche Behandlungsform nach einer diagnostizierten HIV-Infektion gewählt wird, hängt vom individuellen Fall ab. Nicht immer muß sofort mit einer Therapie begonnen werden. Je früher man jedoch eine Infektion erkennt, in dem man sich regelmäßig testen lässt, desto mehr Möglichkeiten hat der behandelnde Arzt, die optimale Behandlungsstrategie anzuwenden. Das Robert-Koch-Institut plädiert deshalb für eine hohe Test-Bereitschaft von gefährdeten Personen und Personengruppen. Voraussetzung dafür sei allerdings die soziale Anerkennung von HIV-Infizierten. Ausgrenzung und Diskriminierung seien kontraproduktiv.
Auch dafür wird am Welt-AIDS-Tag geworben.
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