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Der „Schwule Heidekönig“ von hin und wech

Der „schwule Heidekönig“ soll auf unkonventionelle, freche Art und Weise der Öffentlichkeit ein Zeichen geben, dass die (eher ländliche) Community, also die homosexuelle Szene, in Nord-Ostniedersachsen existiert und weiter wächst.
Dieses tut er u.a. durch die Teilnahme an „Christopher Street Days“ (CSD's) und anderen Auftritten in der Öffentlichkeit.
Das Amt des „schwulen Heidekönigs“ ist eher mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Bei der Wahl steht eher der Spaß im Mittelpunkt, als das Tragen der „Würde“.
Dennoch geht es ernsthaft darum, die Community nach außen hin zu vertreten und eine Botschaft zu vermitteln, nämlich die der AIDS-Prävention. Und die ist nach wie vor wichtiger denn je!
Da „hin und wech“ eine Aids-Präventionsinitiative der Niedersächsischen Aids-Hilfen ist, liegt daher dort der Schwerpunkt der Aktion „schwuler Heidekönig“.
 
 

Seine Majestät im Einsatz: Daniel I. Beim CSD in Oldenburg

Der schwule Heidekönig, seine Majestät Daniel I.
Am Abend vorher erst gewählt, hatte seine Majestät Daniel I. den ersten öffentlichen Auftritt beim CSD in Oldenburg. In einer schwarzen Kutsche – einem Kleinwagen mit Faltdach präsentierte er sich den knapp 10 000 Teilnehmern. „The Orange“, vier „Radengel“ im Reflexionsstreifen-Look und weitere hin und wech-Engagierte bildeten die Gefolgschaft.
 
Die Parade war sehr schön, dauerte aber lang und war entsprechend anstrengend. Dieser Umstand schlug sich nach einiger Zeit im nervlichen Zustand des Kutschers nieder, allerdings ohne nennenswerten Folgen für alle Beteiligte.
 
Viele jubelten der hin und wech-Gruppe zu, und dieses Feedback spornte an, die müden Füße zu vergessen und weiter für Toleranz und gegen die Diskriminierung von Homosexuellen zu demonstrieren.
 
Vor Beginn der Parade: Hans Hengelein (l.), Schwulenreferent des Sozialministeriums Nds.), begrüßt Daniel I.
Daniel I. und seine Gefolgschaft "The Orange"
Nach der Parade traf man sich beim Kulturfest auf dem Pferdemarkt. Am Info-Stand von hin und wech konnte die Grupppe entspannen und dem Torwandschießen zuschauen. Gerade Kleinkinder waren dabei sehr erfolgreich und riefen bei umstehenden Erwachsenen Begeisterungsstürme aus. Dass sie dabei eher das boden-nahe „Schwuppen-Loch“ statt das hochhängende „Oberhete-Loch“ trafen, war völlig egal. Hauptsache, der Ball war drin.
Dieser CSD war ein unvergessliches Erlebnis.
 
Das passende Loch finden: "Oberhete" oder "Oberschwuppe", das ist hier die Frage
Stefan Peper (l.) informiert über hin und wech, SM-Stammtisch und das Schwule Zeltlager